Kemnitz Samstag, 30.03.2013
(Text und Bild: Sächsiche Zeitung)
Noch sind Jürgen von Pistor und Astrid Hupka vom Förderverein allein im Zschonergrundbad. Das wird sich im Sommer 2015 ändern. Dann soll das Naturbad fertig sein. Foto: Steffen Füssel
Noch ist das Becken des Zschonergrundbades mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Die muss erst tauen, damit das Wasser abgelassen werden kann und so die Bauarbeiten weitergehen können. Geplant ist das für Mitte Mai. „Dann müssen noch Leitern, Treppen und Geländer gebaut werden“, sagt der ehrenamtliche Bauleiter Jürgen von Pistor.
Bis die ersten Gäste sich im Wasser abkühlen können, wird es aber noch dauern. „Wir hoffen, dass wir im September 2014 fertig sind“, sagt der Vorsitzende des Natur-Kultur-Bad-Vereins. Dann könnte das Bad zur Saison 2015 öffnen. Noch im letzten Herbst sah es nicht danach aus. Damals mussten die Bauarbeiten gestoppt werden, weil dem Förderverein das Geld ausging. Insgesamt fehlten etwa 260000 Euro. „Wir haben mit ehrenamtlichem Engagement schon rund 300000 Euro in das Bad gesteckt“, sagt Astrid Hupka, die bisherige Vereinsvorsitzende. Der Verein engagiert sich schon seit Jahren dafür, das 1927 eröffnete Luftbad wieder aufzubauen. 1987 musste es geschlossen werden, weil das Bad marode und das Becken undicht war. Die Stadt wollte den Dreiseithof abreißen lassen, aber 5000 Dresdner forderten 1995 die Wiederherstellung. Seitdem kümmert sich der Verein um die Anlage.
Jetzt bekommt er Unterstützung von der Stadt. Der Stadtrat hat im neuen Haushalt für den Wiederaufbau des Bades in diesem und im nächsten Jahr jeweils 130000Euro bereitgestellt. „Das Geld würde aber nicht reichen, wenn wir nicht so viele Sponsoren und Spender hätten“, sagt Hupka. Viele beteiligte Unternehmen würden die Kosten für die Planungen erlassen.
Das Geld wird in diesem Jahr vor allem in das denkmalgeschützte Duschgebäude investiert. Nach Ostern beginnen die Bauarbeiten am Haus. „Es muss komplett saniert werden“, sagt Bauleiter Jürgen von Pistor. Das Gebäude direkt am Beckenrand wurde schon entkernt. Jetzt müsse es trockengelegt werden. Das sei kompliziert, weil das Gebäude am Hang steht und ausgegraben werden müsse. Außerdem werde das Dach, das aus der Zeit der DDR stammt, erneuert. „Es soll wieder so aussehen wie früher“, so von Pistor. Dafür werden der etwa 30 Zentimeter hohe Aufbau aus Beton und das Wellblech entfernt. Auch der Innenausbau, Sanitäranlagen und Umkleidekabinen fehlen noch. Außerdem seien die natürlichen Filteranlagen noch nicht komplett. Durch sie kann das Wasser ohne Chemikalien auf biologischer Basis gereinigt werden. So muss der Pflanzenfilter im Becken noch bepflanzt werden. Dadurch wird der Sandhügel zum Reinigungssystem. Wenn verschmutztes Wasser aus dem Becken in den Filter gelangt, wird es von Pflanzen und Mikroorganismen gereinigt. Im anderen Filter sickert das Wasser durch Kies und wird dadurch gesäubert. „Die Rohre liegen schon, die Anlagen müssen aber noch angeschlossen werden“, sagt der Bauleiter.
Im nächsten Jahr soll dann das Badgelände gestaltet werden. Das sieht noch wild aus, weil die Wiesen für die Baufahrzeuge genutzt werden. „Dann müssen wir auch ein Einlass-System bauen“, sagt von Pistor. Wegen der natürlichen Reinigung können höchstens 350 Gäste im Wasser baden, an extrem heißen Tagen sind es maximal 450. „Sonst können die Filteranlagen das nicht mehr stemmen, und die Wasserqualität kippt.“
Am Ostersonntag um 15 Uhr startet die Saison mit dem traditionellen Osterfeuer im Bad in der Merbitzer Straße 61. Interessierte können sich ab 15. Mai auch jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr über den Baufortschritt informieren.
Kemnitz Samstag, 04.08.2012 (Text und Bild:Sächsische Zeitung)
Noch ist Astrid Hupka allein im Becken des Zschonergrundbades. Die Vorsitzende des Fördervereins engagiert sich schon seit Jahren für den Wiederaufbau des Luftbades. Jetzt hat das Becken zwar Wasser, aber das kann noch nicht gefiltert werden. Foto: André Wirsig
Grün funkelt das Wasser im großen Becken des Zschonergrundbades. Erst kürzlich wurde das neue Becken befüllt. Doch baden kann hier immer noch niemand. „Das Filtersystem ist noch nicht angeschlossen“, sagt Astrid Hupka. Die Vorsitzende des Natur-Kultur-Bad-Vereins engagiert sich schon seit Jahren für die Sanierung des Naturbades. Doch die Arbeiten stocken jetzt. „Wir können momentan nicht weiterbauen“, sagt Hupka. Insgesamt würden etwa 25000 Euro fehlen. Das Geld müsste vor allem in das Duschgebäude investiert werden. „Es muss komplett saniert werden“, sagt Hupka. „Dafür gibt es Auflagen vom Denkmalschutz.“ Das Haus direkt am Beckenrand wurde schon entkernt. Jetzt müsste es trockengelegt werden. Das sei aber viel Arbeit. Weil das Gebäude am Hang liegt, müsste es ausgegraben werden. Außerdem fehlt noch der Innenausbau. Auch das Badgelände sieht noch wild aus.
Außerdem seien die natürlichen Filteranlagen noch nicht komplett. Durch sie kann das Wasser ohne Chemikalien auf biologischer Basis gereinigt werden. So muss der Pflanzenfilter noch bepflanzt werden. Dadurch wird der Sandhügel zum Reinigungssystem. Wenn verschmutztes Wasser aus dem Becken in den Filter gelangt, wird es von Pflanzen und Mikroorganismen gereinigt. Im anderen Filter sickert das Wasser durch Kies und wird dadurch gesäubert.
Astrid Hupka hofft jetzt auf Unterstützung der Stadt. Die soll das Naturbad in das städtische Bäderkonzept aufnehmen. Momentan wird das Konzept überarbeitet. „Wir haben mit ehrenamtlichem Engagement schon 300000 Euro in das Bad gesteckt“, sagt sie. Kürzlich hat die Cottaer Ortsbeirätin das Projekt im Bäder-Betriebsausschuss vorgestellt. „Es wurde durchweg positiv aufgenommen“, sagt Sportstätten- und Bäderchef Sven Mania. „Was der Verein geleistet hat, ist fantastisch.“ Die Chancen des Bades, in das neue Konzept aufgenommen zu werden, stünden nicht schlecht. Allerdings sei das nicht zwangsläufig mit Geld verbunden. „Über die finanziellen Mittel entscheidet der Stadtrat“, sagt Mania.
Das Freibad wurde 1927 eingeweiht. 1987 musste es geschlossen werden, weil das Bad marode und das Becken undicht war. Die Stadt wollte den Dreiseithof abreißen lassen, aber 5000 Dresdner forderten 1995 die Wiederherstellung. Seitdem kümmert sich der Verein um die Anlage.
Mittlerweile organisiert der Verein das sechste Benefizkonzert. Zum 85. Geburtstag des Bades werden vom 24. bis 26. August die „Bad open“ stattfinden. Mit Olaf Schubert tritt am Freitag ein besonderer Gast auf. Am Sonnabend spielt dann die Gruppe „Nu Dance“ Livemusik. Die Vereinsvorsitzende hofft auf ein volles Bad. Denn die Einnahmen fließen komplett in die Sanierung. „Vielleicht können wir dann doch 2013 baden“, sagt sie.
Karten gibt es für 20 Euro in der Buchhandlung Kober in der Warthaer Straße 6, bei Großmann Schul- und Bürobedarf auf dem Schulberg 21 und sonntags 15 bis 18 Uhr im Bad.
Kemnitz Dienstag, 11.12.2012 (Text: Sächsische Zeitung)
Weihnachten im Zschonergrundbad
Am 3. Advent wird es im Zschonergrundbad weihnachtlich. Ab 16 Uhr lädt der Förderverein des Naturbades alle Interessierten zur Winterweihnachtsfeier in das Bad auf der Merbitzer Straße 61 ein. Die Gäste können sich auf Weihnachtsmärchen, Kräuterstand und eine Bastelstube freuen. Um 17 Uhr wird ein großes Weihnachtsfeuer entfacht. Der Eintritt ist frei, allerdings fließen Spenden komplett in den Wiederaufbau des Bades. Denn dem Förderverein fehlen noch rund 250000 Euro, um das Traditionsbad wieder zu eröffnen. Damit sollen die Umkleidekabinen saniert werden. (sca)
Mittwoch, 04.01.2012 (Text und Bild: Sächsische Zeitung)
Neue Filter für Zschonergrundbad montiert
Der Förderverein baut an dem Naturbad trotz vieler Schwierigkeiten. Baden kann man noch lange nicht.
Text: Monika Dänhardt, Foto: K.-L. Oberthür, A. Hupka erklärt, wie im Zschonergrundbad an der linken Längsseite des Beckens der Pflanzfilter angelegt wird.
Auf den ersten Blick denkt der Betrachter: In diesem Jahr kann im Zschonergrundbad ins Wasser gesprungen werden. Doch Astrid Hupka vom Förderverein des Bads dämpft die Erwartungen: „Hier wird noch keiner ins Wasser springen können.“ Seit 2009 versuchen die Mitglieder des Vereins Luftbad Zschonergrund, das Naturbad wieder in Gang zu bringen.
Von der Stadt gibt es dafür nur die moralische Unterstützung – kein Geld. „Wir sind auf Spenden angewiesen und unsere eigenen Einsätze“, erklärt Astrid Hupka. Deshalb arbeiten Vereinsmitglieder sooft sie können auf dem Gelände. Wenn es geht, auch im Winter.
So konnte schon einiges geschafft werden. Die Rohrleitungen für die Pumpenkreisläufe des Bades wurden gelegt und das Becken saniert. Wasser schützt jetzt die Belege. „In dem Nass kann noch keiner baden“, erklärt das Vereinsmitglied. „Die Reinigungsanlage wird erst dieses Jahr fertig werden.“ Im Zschonergrundbad sorgen später natürliche Filter für sauberes Wasser. Der Rieselfilter, in dem das Wasser durch Kies läuft, ist fertig. Der Pflanzfilter wird so bald es geht mit Wasserlilien und anderen Grünpflanzen ausgerüstet. „Durch die Filter kann das Wasser ohne Chemikalien auf biologischer Basis gereinigt werden.“
Doch an anderen Stellen ist das Bad noch lange nicht empfangsbereit. Ein großes Vorhaben ist die Sanierung des Duschgebäudes. „Dafür gibt es Auflagen vom Denkmalsschutz“, erklärt Astrid Hupka. Außerdem sieht das gesamte Badgelände noch sehr wild aus. „An eine Eröffnung in diesem Jahr ist nicht zu denken. Vor allem, weil uns noch viel Geld fehlt.“ Für den Verein heißt dies, weiter Spenden zu sammeln und weiter über Veranstaltungen Geld einzunehmen.
Wochenkurier, So, 04.09.2011 Zschonergrundbad
Am 4. September gibt es das 5. Benefizkonzert im ehemaligen Luftbad, um den Wiederaufbau des Areals finanziell zu unterstützen.
Nach Jazz und Kabarett steht die 5. Benefizveranstaltung zugunsten des Wiederaufbaus des Zschonergrundbades wieder einmal im Zeichen klassischer Musik.
Anknüpfend an die Tradition Prof. Ludwig Güttlers, der mit seinem Blechbläserensemble die Reihe dieser Benefizkonzerte 2007 im Zschonergrund begann, erklingen am 4. September Werke alter Meister, vorgetragen vom Dresdner Musikensemble Concertino Dresden. Das ist eine Gruppe erstklassiger Musikern um die Solisten Mathias Schmutzler (Solotrompeter), Andreas Lorenz (Oboe) und Christian Thiele (Cembalo), die eigentlich in verschiedenen Orchestern spielen.
Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen (15 Euro, Abendkasse 18 Euro).
Samstag, 25. Juni 2011
(Sächsische Zeitung)
Zsc
honergrundbad feiert Kräuterfest
Im Zschonergrundbad auf der Merbitzer Straße 61 gibt es am Sonntag viel zu entdecken. Der Verein Natur-Kultur-Bad-Zschonergrund veranstaltet von 15 bis 19 Uhr das „Sommerfest mit Kräuterduft“. Dort stehen Führungen durch den Kräutergarten und eine große Insektensuche auf dem Programm. Die Kräuterpflanzen stehen zum Mitnehmen bereit. Außerdem gibt es Spiele für Kinder und Livemusik. Besucher können die Baufortschritte am Naturschwimmbad besichtigen und sich über die Entwicklung des Bades informieren. (asc)
17.05.2011, SZ Sächsische Zeitung
Zschonergrundbad bekommt neue Filteranlagen
Auf dem Gelände des Freibades im Zschonergrund wird kräftig gewerkelt. "Es gibt noch sehr viel zu tun", sagt der ehrenamtliche Bauleiter Jürgen von Pistor vom Verein Natur-Kultur-Bad Zschonergrund. Dieser saniert das stillgelegte Bad seit 1996.
Nachdem im letzten Jahr das Becken befüllt wurde, sind jetzt Entwässerungsleitungen verlegt worden. Außerdem sind Rohrleitungen für die Pumpenkreisläufe des Bades gelegt. Nun geht es an die Fertigstellung der natürlichen Wasserfilter für das Becken. "Die zwei Filter sind das Wichtigste in dem Freibad", erklärt von Pistor. "Durch sie kann das Wasser ohne Chemikalien auf biologischer Basis gereinigt werden." Der Sandhügel am Rande des Beckens wird jetzt begradigt und dann bepflanzt. Durch die Bepflanzung wird der Hügel dann auch zum Reinigungssystem. Wenn verschmutztes Wasser aus dem Becken in den Filter gelangt, wird es von Pflanzen und Mikroorganismen gereinigt. Im anderen Filter sickert das Wasser durch Kies und wird dadurch gesäubert.

Das Freibad wurde 1927 eingeweiht. 1987 musste es geschlossen werden, weil das Bad marode und das Becken undicht war. Die Stadt wollte den Dreiseithof abreißen lassen, aber 5000 Dresdner forderten 1995 die Wiederherstellung. Seitdem kümmert sich der Verein Natur-Kultur-Bad Zschonergrund um die Anlage. Im nächsten Sommer soll das Naturbad wiedereröffnet werden.
Bis dahin muss noch viel geschafft werden. "Die Sanierung des Duschgebäudes steht noch an", sagt von Pistor. "Außerdem müssen die Außenanlagen noch auf Vordermann gebracht werden." Die Kosten von 100000Euro trägt der Verein, da die Stadt keine Fördermittel bereitstellt. Er ist auf Spenden angewiesen. Um diese zu erwirtschaften, sind wieder Veranstaltungen geplant. Unklar ist auch noch, wer das Bad betreiben soll. Der Verein sucht jetzt einen neuen Pächter für das Arsenal. (Text: Andrea Schawe)
Bildunterschrift : Der ehrenamtlicher Bauleiter Jürgen von Pistor begutachtet den Stand der Bauarbeiten im Zschonergrundbad. (Foto: Katja Frohberg)
Montag, 29. November 2010
(Sächsische Zeitung)
Wasser Marsch im Zschonergrundbad
Bei eisiger Kälte wurde das Naturbad erstmals befüllt. In zwei Jahren soll der Badebetrieb starten.
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Heiko Böhme, Stellvertretender Leiter der Feuerwehr Mobschatz, Vereinschefin Astrid Hupka und Kabarettist Olaf Böhme bei der Erstbefüllung des Naturbads im Zschonergrund. Olaf Böhme stieg trotz eisiger Temperatur ins Wasser. Foto: André Wirsig |
Das Freibad im Zschonergrund, das von einem Verein wieder hergestellt wird, ist am Wochenende erstmals mit Wasser befüllt worden. Für den NaturKulturBad Zschonergrund e.V., der sich seit 1996 um die Anlage kümmert, war das Ereignis am Sonnabend Grund für eine kleine Feier. Der Kabarettist Olaf Böhme, der das Projekt unterstützt, nutzte die Gelegenheit zum Anbaden und wagte ein paar Schritte in das eiskalte Wasser.
Die Anlage wird als Naturbad hergerichtet. Das bedeutet, dass sie im Betrieb ohne Chemie auskommt. Die Aufbereitung des Wassers erfolgt in einem natürlichen Filterbereich unmittelbar neben dem Badebecken. Geplant wurde die Anlage durch die Wasserwerkstatt in Bamberg. Der gesamte Teich ist zum Untergrund hin abgedichtet, und es besteht keine Verbindung zum Grundwasser.
Die Abdichtung mit einer Kunststofffolie machte es auch nötig, dass das Becken über den Winter befüllt ist. Das Wasser, das nur langsam von oben nach unten zufriert, dient als natürlicher Frostpuffer und schützt damit die Folie.
Der Termin dafür war auch allerhöchste Zeit, denn am Sonnabend gab es bereits den ersten stärkeren Frost. In dieser Erwartung ließ ein Team der Freiwilligen Feuerwehr Mobschatz schon seit Freitagabend das Wasser einlaufen. Es wird aus zwei nahe gelegenen Brunnen im Zschonergrund gezapft.
Die Anlage am Eingang zum Zschonergrund wurde 1927 von der Stadt Dresden als Licht- und Luftbad eröffnet. Das war ein Preis für die Eingemeindung von Briesnitz im Jahr 1921. Dort haben sich viele Paare kennengelernt, erzählte der Briesnitzer Jürgen von Pistor, der als ehrenamtlicher Bauleiter fungiert. 1988 wurde das Bad geschlossen, weil es marode und das Becken undicht war.
Die Stadt wollte den Dreiseithof auf dem angrenzenden Gelände Merbitzer Straße 61 schon abreißen. Aber mit einer Unterschriftensammlung forderten im Jahr 1995 5000 Dresdner die Wiederherstellung, berichtete Vereinschefin Astrid Hupka. Der Verein startete mit einer Reihe von Veranstaltungen und brachte die Gebäude bis 2004 in Ordnung. Das bringt den Anteil Kultur im Namen.
Nach und nach konnte auch das Konzept für das Bad verdichtet werden. Prominente wie Ludwig Güttler, Gunther Emmerlich und die Blue Wonder Jazzband unterstützten das Vorhaben mit Konzerten. „Jetzt beweisen wir, dass das gelingen kann“, jubelte Astrid Hupka. Sie setzt darauf, dass alsbald auch die Stadt einen Beitrag leistet. Das Funktionsgebäude mit den Duschen müsse noch saniert werden. Der Verein will noch die Rohrleitungen und Pumpen sowie Filteranlagen herrichten. 2012 soll der Badebetrieb aufgenommen werden, sagte von Pistor. Stefan Rössel
Die Reihe der Benefizveranstaltungen zum Wiederaufbau des Zschonergrundbades geht weiter.
Am 23. Juli 2010 wird Olaf Böhme Freunde und Fans im Zschonerbad begrüßen und somit ebenfalls wie vor ihm Prof. Dr. Ludwig Güttler, Gunther Emmerlich und die Blue Wonder Jazzband, das Anliegen des NaturKulturBad-Vereins unterstützen. Alle Einnahmen fließen auch diesmal wieder in den Aufbau des Naturschwimmbades.
Im letzten Jahr wurde der Rohbau des Schwimmbereiches fertig gestellt. Ab dem späten Frühjahr 2010 will der Verein die Schächte rings um das Becken graben, in die dann die Rohre und Leitungen für das Filtersystem verlegt werden sollen. Und vielleicht klappt es auch noch, den Bau des Tiefenfilters an der Ostseite vorzubereiten. Die Planungen für die Sanierung des Duschgebäudes sind ebenfalls in Arbeit.
Zu den Arbeiten am Becken gesellt sich in diesem Jahr noch eine schwerwiegende, weil noch nicht geplante, Dachsanierung an einem Gebäude des Dreiseithofes. Das Dach des Gastronomiegebäudes, welches übrigens als einziges zu DDR-Zeiten mit Teerpappe neu gedeckt worden ist, hält der Witterung nicht mehr weiter stand und muss mit einem Gesamtkostenaufwand i.H.v. 60.000 Euro komplett neu errichtet werden. Das heißt in diesem Fall: Neue Deckenkonstruktion, neuer Dachstuhl und natürlich neue Deckung und alles denkmalgerecht. Unterstützt wird der Verein dabei vom Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk, dem Statikbüro Borchert und der Firma Schelzel, welche mit Arbeitsleistungen helfen. Seitens des Denkmalschutzes werden 8500 Euro zugeschossen, den „Rest“ deckt der Verein mit Spendengeldern ab. „Wir hoffen natürlich, dass zur Benefizveranstaltung mit Olaf Böhme diese für uns gewaltige Maßnahme abgeschlossen sein wird“ so die Vereinsvorsitzende Astrid Hupka. „Sollte das nicht gelingen, müssen wir improvisieren und hoffen, dass sich die Gäste von einem Gerüst nicht abschrecken lassen. Der Auftritt von Herrn Böhme wird aber auf alle Fälle stattfinden.“ Ein Novum ist in diesem Jahr die Anfangszeit: Olaf Böhme und der Verein hoffen auf einen lauschigen Sommerabend. Einlass ist 20.30 Uhr, das Programm beginnt 20.30 Uhr und Olaf Böhme wird sich was einfallen lassen, das zu dieser besonderen Stätte passt. So gab er beim Abschied seiner Besichtigung durchs Zschonerbad, mit einem Augenzwinkern zu verstehen.
Kontakt:
NaturKulturBad Zschonergrund e.V.
NEUE Homepage: www.zschonergrundbad.com
Spenden: Ostsächsische Sparkasse;
BLZ 850 503 00;
Kto.-Nr. 312 008 5633