Das Projekt

Im Juni 2009 wurde durch die Stadt Dresden die Baugenehmigung für die Errichtung des Naturschwimmbereiches erteilt. Das war ein großer Schritt auf dem Weg hin zum NaturKulturBad Zschonergrund. Die Abbildung zeigt das Funktionsprinzip des Naturbades. Ein Naturschwimmbad ist eine naturnahe, künstlich angelegte Wasserfläche, die in einen Badebereich und einen bepflanzten Regenerationsbereich (Filterbereich) unterteilt ist. Der Schwimmbereich steht den Badegästen zur Verfügung, der Regenerationsbereich dient der Wasseraufbereitung. Die Oberflächen des Schwimm- und Regenerationsbereichs sind in etwa gleich groß, sie werden unter Wasser durch Erdwälle oder Mauern getrennt. Diese baulichen Maßnahmen ermöglichen jeweils eine getrennte Wartung und Entleerung der beiden Bereiche und sind zugleich eine Barriere für die Badegäste. An der Wasseroberfläche markieren Absperrungen aus Schwimmhölzern oder Bojen diese Trennlinie.

Das Baden in einem solchen Naturbad wird zum NATÜRLICHEN Vergnügen und ermöglicht auch eine längere Badesaison.

Bilder vom Bauverlauf bis 2010

Bilder vom Bauverlauf 2011/12

Bilder vom Bauverlauf 2013/14

ALLE Bilder (große Datenmenge!)                    Eine Chronologie des Wiederaufbaus finden Sie              HIER

 

Wie verhalte ich mich in einem Naturbad?       Der Bad-Knigge

 

Funktionsweise

Pflanzen und Mikroorganismen verleihen dem Bad seine natürliche Selbstreinigungskraft. Das Badwasser wird durch beständige Umwälzung über den Pfanzenbereich sowie das von Skimmern abgesaugte Oberflächenwasser über den Kiesfilter gereinigt. Die Poren des Filtersubstrates sammeln kleinste Partikel, wie Algen und Trübstoffe aus dem Wasser. An der Oberfläche der Körner bildet sich “Biorasen” aus Bakterien und Pilzen, die vorbeiströmende organische Substanzen abbauen. Freiwerdende Nährstoffe werden von den Pflanzen aufgenommen. Die Pflanzen werden im Winter zurückgeschnitten, damit die überschüssige Biomasse wieder entfernt wird.

Technische Daten

Die gesamte Wassermenge wird täglich drei Mal durch den Kiesfilter und in größeren Intervallen durch den Pflanzenfilter gepumpt. Die Anlage ist für eine regelmäßige Nutzung durch 350 Tagesgäste und eine Spitzenlast von 700 Tagesgästen ausgelegt.

Gesamtwasserfläche: 1.190 m², Nutzbare Fläche: 750 m²

► Nichtschwimmerbereich: 180 m² • Tiefe bis 1,30 m

► Schwimmerbereich: 350 m² • 33 m-Bahn,

Tiefe bis 3,60 m in der Sprunggrube

Strand, gekiest: 220 m² • Tiefe bis 0,90 m

Regenerationsfläche: 440 m²

Aquakultur und Nassfilter: 280 m² • Wassertiefe bis 1,00 m

Trockenfilter (Spezialkies): 160 m² • Tiefe: 2,00 m

Pumpen und Technik

1 Pumpe für Skimmer-Filter-Kreislauf (5 Skimmer) und 1 Pumpe für die Schwallduschen.

Neubefüllung erfolgt aus dem Brunnen im Badgelände

Grundstücksfläche: ca. 3,5 ha

 

Planungsbüro:

WasserWerkstatt, Büro für Badegewässer- und Freiraumplanung GmbH, Laurenzistraße 4 • 96049 Bamberg

Bauherr:

NaturKulturBad Zschonergrund e.V.